Unbezahlte Herzenswerbung| Ich bin stolz! Und das ausnahmsweise mal nicht auf Filou, sondern auf mich. Scrolle ich durch unseren Instagramfeed, dann merke ich selbst, wie sehr sich meine Fotos in den letzten Jahren verbessert haben. Ich bin an einem Punkt, an dem ich recht gut mit meiner Kamera umgehen kann und zu einem Stil gefunden habe, der sich gut anfühlt. Das war aber nicht immer so. In diesem Beitrag möchte ich euch erzählen, was ich getan habe, um meine Fotografie aufs nächste Level zu heben.
Aber beginnen wir von vorne: Die Fotografie begeistert mich schon seitdem ich ein Teenager bin. Mit 14 Jahren habe ich meine erste Kompaktkamera bekommen, mit der ich fortan losgezogen bin und alles Mögliche vor unserer Haustüre fotografiert habe – „spannende“ Bäume, gefrorene Blumen… ich glaube diese Phase hatten wir alle mal, oder? ? Einige Jahre später zog eine Sony a68 ein, meine erste Spiegelreflexkamera und ein beinahe schon monströses Gerät. Ich dachte damals, je opulenter und professionell wirkender, desto besser müssen auch die Fotos werden. Nun gut… dass die Kamera alleine nicht die Fotos macht, habe ich auch schnell begriffen. Dennoch habe ich mich im Automatikmodus gut bewegen können, habe das erste Mal Menschen vor der Kamera gehabt und gemerkt, dass ich keine starren Objekte fotografieren möchte, sondern Momente einfangen und Persönlichkeiten zeigen möchte, wie sie sind. Ich habe gemerkt, dass ich ein gutes Auge für Situationen und Ästhetik habe, und sich auch meine Freund*innen vor meiner Kamera gut fallen lassen können. Rückblickend gesehen würde ich aus heutiger Sicht fast alles anders machen, aber so ist das eben, wenn man sich weiterentwickelt.

Irgendwann wurde mir die Sony a68 aber zu schwer und ich kaufte mir meine jetzige Kamera, die Sony Alpha 6000, von einer Fotografin auf Willhaben inkl. 2 Objektiven. Ich würde jederzeit wieder gebrauchte Kameras kaufen, wenn es möglich ist, sie vorher zu besichtigen. Gerade Fotograf:innen passen in der Regel super gut auf ihre Arbeitsgeräte auf und haben weiters noch passende Objektive dazu. Die Folgemodelle der Alpha 6000 kann ich übrigens allen empfehlen, die zwar Einsteiger:innen sind, aber sich nicht nach ein paar Monaten sofort wieder eine bessere Kamera kaufen wollen. Ich werde vermutlich noch eine Zeit meine aktuelle Kamera benutzen und in den nächsten Jahren dann auf ein Nachfolgemodell umsteigen. Prinzipiell bin ich mit der Methode, eine solide Kamera zu kaufen und anschließend in Objektive zu investieren, nach wie vor super happy. Um 1-2 zusätzliche gute Objektive kommt man meiner Erfahrung nach ohnehin nicht herum. Momentan habe ich 3 Objektive zuhause, verwende allerdings nur das Sigma 56mm 1.4 und liebe es über alles. Alleine dieses Objektiv hat meinen Fotos einen enormen qualitativen Sprung verliehen und eignet sich perfekt für Portraitaufnahmen. Die beiden anderen sind das Kit-Objektiv 16-50mm 3.5-5.6 und das 55-210 4.5-6.3, wobei ich das Kit-Objektiv eigentlich nie verwendet habe.
Als ich mir meine aktuelle Kamera gekauft habe, hatte ich den festen Vorsatz, mich endlich mal richtig mit den Einstellungen und allem was dazugehört auseinanderzusetzen. Ich habe mir Bücher ausgeliehen und Videos auf Youtube angesehen, aber wie es so oft ist – alleine ist manches einfach mühsam und ich habe schnell wieder aufgegeben.
Als Filou eingezogen ist, hatte ich die Kamera beinahe täglich in der Hand. Zuerst nur für persönliche Erinnerungen, später mehr und mehr zusätzlich für Instagram. Als ich Filous Account erstellt habe, war mir klar: Ich möchte unbedingt schöne Fotos präsentieren. Ein einheitlicher Feed war mir schon bei meinem privaten Account wichtig, obwohl es von vielen Menschen überbewertet wird. Aber mir macht es unfassbar viel Spaß, euch ästhetische Fotos zu präsentieren, die zu uns passen. Ich beschäftigte mich wieder mehr mit der Bildbearbeitung in Lightroom und war auf der Suche nach einem Bearbeitungsstil, der mir gefiel und meine Fotografie verkörperte.
Aber ich konnte ich mich auch bei der Sony Alpha 6000 nicht aus dem Automatikmodus befreien, ganz im Gegenteil: Die Kamera war so gut, dass ich auch ohne technische Kenntnisse recht gute Fotos hinbekommen habe. Fatal, denn nicht umsonst lautet der wichtigste Tipp aller professionellen Fotograf*innen immer gleich: „Raus aus dem Automatikmodus!“.
Ich war quasi Untergebene der Kamera, konnte nur bei speziellen Lichtverhältnissen und Umgebungen fotografieren… es war frustrierend.





Der Weg aus diesem Dilemma
Das änderte sich, als ich 2022 bei einem Photowalk der lieben Magda Deutsch von Stadtpfoten teilnehmen durfte. Die Workshops fanden damals entweder im Studio oder draußen statt, in meinem Fall war es im Studio, und dauern 3 Stunden. Wir waren insgesamt nur 2 Teilnehmer:innen, daher war viel Platz um ganz individuell auf die jeweiligen Probleme einzugehen. Mein Ziel des Tages war es, den manuellen Modus kennenzulernen und den Automatikmodus endgültig hinter mir zu lassen. Zu Beginn des Workshops gingen wir das von Magda erstellte Workbook durch, das alle Teilnehmer:innen ihrer Coachings bekommen. Darin befinden sich einerseits die Basics der Kameraeinstellungen, andererseits aber auch Tipps und Tricks rund um die Locationsuche oder Bildkomposition. Nach dem theoretischen Teil, ging es ans Eingemachte, nämlich ans Fotografieren unserer beiden Models Alice und ihrer Aussiehündin Minnie.
Es war ziemlich beeindruckend, wie sich Magda perfekt um uns beide gekümmert hat, und das, obwohl der andere Teilnehmer schon weiter fortgeschritten war. Während ich mich mit meinen Einstellungen spielte, gab sie ihm Tipps, wie er die schönsten Momente zwischen Alice und Minnie einfangen oder welche Anweisungen er geben könnte, damit sich unsere Models wohlfühlen und natürliche Bilder entstehen. Anschließend konnte er sich ausprobieren und Magda war wieder für meine tausend Fragen da. Sie hat es geschafft, eine großartige Atmosphäre zu erschaffen, einen Raum, in dem wir beide bestmöglich lernen und ausprobieren konnten. Auch der Austausch mit dem anderen Teilnehmer war extrem wertvoll für mich und ich durfte sogar eines seiner Objektive testen. Als ich nach diesen 3 Stunden das Studio wieder verlassen hatte, war mein Kopf voll mit Informationen und mein kreativer Geist absolut geweckt. Ich hatte nicht nur eine wunderschöne Zeit, sondern konnte einen Qualitätssprung in meinen Fotos bemerken, der ohne diesen Workshop niemals möglich gewesen wäre. In den Automatikmodus habe ich bisher auch nicht mehr gewechselt, weil es garnicht notwendig war. Mittlerweile fühlt sich der manuelle Modus total vertraut an, einen Zustand, den ich jahrelang nicht erreicht habe.

Einige Monate nach diesem Workshop durfte ich Magda’s Einzelcoaching zur Bildbearbeitung testen, denn sie steckte gerade in der Entwicklung eines tollen Projektes und ich war quasi das Versuchskaninchen. Und wenn man etwas lernen kann, sage ich natürlich nicht nein. An 3 Terminen haben wir verschiedene Themengebiete behandelt: ihren persönlichen Workflow, Lightroom und Photoshop.
Im Modul, in dem sie mir ihre persönliche Arbeitsweise präsentiert hat, konnte ich extrem viel für die Verbesserung meines eigenen Bearbeitungsprozesses mitnehmen. Das größte Learning war definitiv im Bereich Organisation, denn im Laufe der Zeit sammeln sich doch einige Fotos an und wer kennt das Chaos auf der Festplatte nicht? Ich konnte jedenfalls ein Lied davon singen und habe die Tipps sofort zuhause umgesetzt.
Das zweite Modul hat sich mit dem Programm beschäftigt, mit dem ich mich schon ganz gut auskannte: Lightroom. Aber auch hier habe ich super viele nützliche Tipps und Tricks gelernt, die meine Bearbeitungsroutine verkürzt und erleichtert haben.
Und dann kam das Grande Finale: Photoshop! Lustigerweise habe ich mit dem Programm sogar schon in der Schule gearbeitet, aber naja… meine Schulzeit ist dann doch auch schon länger her. Zudem gibt es so unfassbar viele Tools, je nachdem was und wofür man es bearbeitet. In der Werbefotografie braucht man oft ganz andere Werkzeuge, als in der natürlichen Hundefotografie. Daher ist Magdas Arbeitsfokus hier super hilfreich. Für diese Coachingeinheit haben wir uns wieder im Studio getroffen, Filou war natürlich auch dabei. Und eines sage ich euch: Wenn ihr euch mit Magda trefft, esst vorher nichts. Denn neben Momente einfangen, geile Coachings geben und einfach nur ultra aesthetic arbeiten, ist diese Frau auch erstklassige Frühstück- bzw. Snack-Auftischerin. Bei Käse-Chili-Kornspitz, Mandelcroissants und einem baristareifen Café hat sie mir also zunächst die Werkzeuge und ihre Möglichkeiten präsentiert, anschließend haben wir einige Bilder zusammen bearbeitet, damit ich die Tools auch ausprobieren kann und nicht zuhause doch noch völlige Hilflosigkeit auftritt. Sie hat mir jede meiner tausend Fragen ultra geduldig erklärt und ich habe immer eine befriedigende Antwort bekommen. Und glaubt mir – ich frage sehr, sehr viel. 😉
Und siehe da, das sind meine Fotos heute:







Was kann ich euch also abschließend raten, wenn ihr eure Fotografieskills verbessern wollt, aber ähnlich wie ich immer noch ein bisschen feststeckt?
- Kauft euch eine gute Kamera, die euch auch noch einige Jahre begleitet, aber dennoch nicht überfordert und euch das letzte Hemd kostet. Lasst euch da von fortgeschritteren Fotograf*innen beraten, geht in Geschäfte und greift die Modelle an, vergleicht im Internet und wenn ihr euch für ein Modell entschieden habt, durchstöbert auch unbedingt auch Plattformen wie willhaben oder ebay Kleinanzeigen.
- Investiert in 1-2 gute Objektive. Die mitgelieferten Kit-Objektive kommen schnell an ihre Grenzen und schränken euch daher auch in eurem Fortschritt ein. Es gibt auch Shops, in denen ihr Objektive erstmal ausprobieren oder für eine kurze Zeit mieten könnt.
- Jetzt sage ich es auch selbst einmal: „Raus aus dem Automatikmodus!“. Es stimmt halt einfach doch, was alle Fotograf:innen sagen. Wenn ihr merkt, dass euch die vielen Einstellungen überfordern, kann ich euch ein Coaching bei einem Profi nur empfehlen. Ich hätte es ohne Magda niemals geschafft. Das Gefühl, Herrin über die Kamera zu sein und nicht umgekehrt, ist ein sehr befreiendes.
- Ausprobieren, üben und neugierig bleiben: Es helfen euch alle technischen Skills nicht, wenn ihr euch nicht traut, auch Fehler zu machen. Bei der digitalen Fotografie könnt ihr euch ausprobieren und schlechte Schüsse einfach wieder löschen. Aber zu wissen, was nicht genau hingehauen hat oder was man das nächste Mal anders machen möchte bringt euch den Fortschritt, den ihr schlussendlich in euren Fotos wieder sehen könnt.
Auch für fortgeschrittene Fotograf:innen gibt es großartige Workshops, die über die Vermittlung von technischen Fähigkeiten hinausgehen. Interessiert ihr euch für Hundefotografie, dann schaut am besten mal auf der Homepage von Stadtpfoten vorbei. Ich verspreche euch, ihr werdet beseelt, inspiriert und voller Infos aus ihren Coachings schweben.
Falls ihr zu diesem Thema Fragen habt, dann stellt sie mir gerne unter diesem Beitrag, oder auf Instagram. Wenn ihr wissen wollt, wie mein Alltag mit Filou so aussieht und kein neues Foto verpassen möchtet, dann abonniert uns gerne auf Instagram.
